Touristenziele in Chile – was muss man gesehen haben?

Artikel nennt Touristenziele in ChileDurch die langgezogene Form des Landes verfügt Chile über die unterschiedlichsten Landschaften. Die Atacamawüste im Norden, die Anden im Osten und das mediterrane Klima in Zentralchile locken immer mehr Touristen in das wunderschöne Land in Südamerika. Die Osterinseln im Ozean sind vor allem aus archäologischer Sicht äußerst interessant.

Atacama im Norden: eine Nebelwüste

Die Atacama ist die trockenste Wüste der Erdkugel und befindet sich im Norden Chiles. Durch den Regenschatten der Anden herrscht äußerste Trockenheit. Durch das kalte Meerwasser ist die Wüste relativ kühl, dies führt zu Nebel, weswegen sie auch Nebelwüste genannt wird. Die Wüste ist ungefähr 15 Millionen Jahre alt. Obwohl das Gebiet so wasserarm ist ließen sich schon vor Jahrtausenden Völker wie die Chinchorros hier nieder. Hier wurden die ältesten Mumien gefunden. Seit 2005 gehören die Humberstone- und Santa-Laura-Salpeterwerke in der Atacamawüste zum UNESCO Weltkulturerbe.
Noch heute können in der Atacamawüste die Siedlungsüberreste der Atacamenos, eines indigenen Volks aus dem Norden Chiles, bestaunt werden. Die sogenannten Tulor Siedlungen entstanden teilweise schon 800 v. Chr. Eine dieser kleinen Atacameno Siedlungen befindet sich in Caspana, einem kleinen Oasendorf auf 3300 Metern Höhe. Nach einer kurzen Wanderung können ganz in der Nähe von Caspana jahrtausendealte Gravuren im Fels begutachtet werden.

Nationalparks auf der UNESCO Weltnaturerbeliste

Chile verfügt über sehr viele und beeindruckende Naturparks, zu den bekanntesten gehören der Nationalpark Conguillio, der Nationalpark Rapa Nui auf der Osterinsel und der Nationalpark Torres del Paine. Schon seit vielen Jahren gehören Torres del Paine und Rapa Nui zum Weltnaturerbe.
Der Nationalpark Torres del Paine gehört zu den bekanntesten Nationalparks in Chile. Er befindet sich im Süden Chiles und umgibt die Cordillera del Paine Berggruppe. Der Park verfügt über viele Wanderwege und zusätzliche Camping und Hüttenbereiche. Besucht wird der Nationalpark allem von Trekking-Freunden, Bergsteigern, aber auch von Tier- und Pflanzenfreunden. Etwa 2 Millionen Touristen besuchen jedes Jahr den Park.
Der Nationalpark Rapa Nui befindet sich auf den Osterinseln, welche nur per Flugzeug erreicht werden können. Doch die politisch zu Chile gehörenden Osterinseln haben weit mehr zu bieten als den Park. Vor allem die weltbekannten Steinstatuen, die Moais, ziehen Touristen an.

Kulturelle Highlights Chiles

Auch Kulturell hat das südamerikanische Land einiges zu bieten. Über das ganze Land verteilt können Monumente, die schon lange vor der spanischen Besiedelung entstanden sind, besucht werden. Besonders Santiago de Chile, Valparaíso und Concepción verfügen über eine große Vielfalt an historischen Plätzen und Museen.
Chiles Hauptstadt Santiago de Chile bietet Urlaubern sowohl kulturelle Höhepunkte, als auch musikalische Genüsse der Klassik und Moderne. Obwohl die Geschichte von Santiago sehr lang ist, findet man kaum historische Bauten der Kolonialzeit, da die Stadt oft von Erdbeben heimgesucht wurde. Zu den bekanntesten und beeindruckensten Gebäuden dieser spanischen Kolonialzeit gehören die Iglesia San Franciso aus dem Jahr 1586 und die Poselda del Corregidor von 1750.
Die Hafenstadt Valparaíso ist der Sitz des Kongresses in Chile. Die Desventuradas Inseln in über 1.000 Kilometern Entfernung gehören ebenfalls zum Stadtgebiet Valparaísos. Der Hafen der Stadt gehört zu den wichtigsten des Landes. Die Stadt ist in aller Welt bekannt und wird als die kulturelle Hauptstadt Chiles bezeichnet. Seit 2003 gehört der Stadtkern zum UNESCO Weltkulturerbe.

Grafik: ihervas – Fotolia

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